Acht Mythen der Medizin

8 Mythen der Medizin und warum man nicht alles sofort glauben sollte.

 

1. Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen schadet dem Auge
Es bedarf einer größeren Anstrengung bei schlechten Lichtverhältnissen zu lesen. Dies führt bei Erwachsenen allerdings lediglich zu einer Ermüdung der Augen und keinesfalls zu einer Sehschwäche. Anders ist dies jedoch bei Kindern. Besonders im Wachstumsalter kann lesen unter schlechten Lichtverhältnissen zum Wachstumsreiz für den Augapfel werden und Kurzsichtigkeit begünstigen.

2. Wir schöpfen nur circa 15% der Hirnkapazität aus
Hierbei handelt es sich um einen Mythos. Wissenschaftler und Mediziner wiesen durch Untersuchungen des Gehirns nach, dass es keinerlei Bereiche des menschlichen Gehirns inaktiv sind.

3. Unser Körper braucht mindestens zwei Liter Wasser am Tag
Der Bedarf an Wasser hängt von jedem Individuum und der jeweiligen Situation ab. Etwa bei Anstrengungen oder Hitze braucht und verbraucht jeder Körper ganz verschiedene Mengen an Flüssigkeit. Oftmals wird auch die Flüssigkeit vergessen, die der Körper durch feste Nahrung aufnimmt.

4. Nach dem Tod wachsen Haare und Nägel weiter
Nach dem Tod sterben auch die Zellen der gesamten Haut sehr schnell ab. Gewebe unter Haaren und Nägeln schwindet, wodurch der Eindruck entsteht, dass Haare und Nägel weiterwachsen.

5. Brauner Zucker ist gesünder als weißer
Alle Arten und Sorten von Zucker sind gleichermaßen ungesund. Dabei spielt es keine Rolle ob der Zucker weiß, braun, in Form von Puderzucker, Würfelzucker oder etwa Honig herkommt. Außer Kalorien beinhaltet Zucker keine lebenswichtigen Stoffe. Polysaccharide dagegen, wie sie etwa in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nudeln, Brot, Gemüse und Kartoffeln enthalten sind, liefern Vitamine und Mineralstoffe und werden nur langsam in Einfachzucker zerlegt und sättigen demzufolge auch nachhaltiger.

6. Vegetarier leiden an Eisenmangel, weil sie kein Fleisch essen
Sehr viele pflanzliche Produkte beinhalten reichlich Eisen. Oftmals kann unser Körper diese allerdings schlechter verwerten. Vegetarische Lieferanten sind u.a.: Roggenvollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Möhren, Spinat oder Zucchini.

7. Der Schlaf vor Mitternacht ist der wichtigste
Laut dem Schlafforscher Zulley, ist die biologische Mitternacht nicht um 0 Uhr sondern zwischen 3 und 4 Uhr morgens. Um diese Uhrzeit sind alle unsere Systeme am Tiefpunkt. Die menschliche Bio-Uhr ist daher entscheidend.

8. Ein Schnaps nach dem Essen fördert die Verdauung
Das Gegenteil ist der Fall. Der Abbau des Alkohols behindert die Fettverdauung durch die Verdauungsenzyme. Das erleichternde Gefühl entsteht durch die Betäubung der Margennerven ausgelöst durch den Alkohol.