Die drei häufigsten Haarausfall-Arten

Hier aufgeführt die drei am häufigsten auftretenden Haarausfall-Arten: Alopecia Areata, Androgenetischer sowie diffuser Haarausfall

 

Haarausfall ist definiert als ein permanenter Haarverlust, bei dem das ausgefallene Haar nicht wieder nachwächst. Im Durschnitt fallen dem Menschen zwischen 70 und 100 Kopfhaare pro Tag aus und werden aber auch wieder ersetzt. Hier aufgeführt die drei am häufigsten auftretenden Haarausfall-Arten:
 
Androgenetischer Haarausfall
Androgenetischer Haarausfall ist eine normale Erscheinung des Älterwerdens. Betroffen sind etwa 80 % aller Männer weltweit. Rauchen beschleunigt dabei diese Art des Haarverlustes. Gekennzeichnet ist der Beginn durch das Zurücktreten der Stirn-Haar-Grenze an den Schläfen mit der Ausbildung von Geheimratsecken. Im weiteren Verlauf tritt eine zunehmende Haarlichtung im Tonsurbereich, also der Scheitelregion, ein. Auch bei etwa 50 % der weiblichen Personen kommt es zu androgenetischen Haarausfall. In der Regel nach der Menopause. Anders als bei Männern beginnt der Haarausfall nicht im Schläfen- und Tonsurbereich, sondern im Bereich des Mittelscheitels.
 
Familiär gehäufter Haarausfall spricht für eine erbliche Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen Testosteron. Die Wachstumsphase der Haare ist verkürzt. Daher setzen viele Medikamente darauf, die Wirkung des Testosterons zu vermindern. Diese Art des Haarausfalls ist keine Krankheit, wirkt sich aber dennoch oft auf das Selbst- und Fremdbild aus.
 
Alopecia Areata
Unter Alopecia Areata ist ein runder, lokal begrenzter krankhafter Haarausfall zu verstehen. Bei über 80 % der betroffenen Personen ist dieser Art des Haarausfalles ausgehend vom Kopf. Bei Männern auch im Bartbereich oder in Ausnahmefällen im Bereich der Körperbehaarung. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung. Alopecia Areata ist die häufigste Haarausfallerkrankung und tritt in jedem Lebensalter auf. Besonders oft allerdings im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Der Haarausfall äußert sich typischerweise durch eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen. Daher spricht man auch von kreisrundem Haarausfall. Die Kahlstellen sind glatt, eingesunken, nichtschuppend, und die Haarfollikel bleiben erhalten. Die Ursache ist eine Autoimmunreaktion, die durch cytotoxische CD8+-T-Zellen hervorgerufen wird, die die Haarfollikel angreifen.
 
Diffuser Haarausfall
Man spricht vom diffusen Haarausfall, wenn die Haare vom gesamten Kopf abfallen. Dieser Haarausfall tritt öfter bei Frauen als bei Männern auf. Die Ursachen dabei sind sehr vielfältig, z.B. Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen, Kopfhauterkrankungen, Lupus, Stress oder einseitige Ernährung. Ebenfalls können einige Medikamente wie z.B. Beta Blocker oder Retinoide Haarausfall auslösen.  Haarausfall kann im Zuge von Hungerkuren, bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Morbus Crohn,  bei Bulimie, Magersucht oder auch bei Anämie hervorgerufen werden. Auch Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Pilzerkrankungen können zu Haarausfall führen.
 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Haarausfall